[16.08.2018] Rückblick - Stille EM-Helden – Bemerkenswertes abseits des Podiums

Geschrieben von leichtathletik.de am .

Mit Freude und auch etwas Wehmut blicken wir zurück auf die Europameisterschaften 2018, auf die wir so lange hingefiebert haben und die dann vorübergingen wie im Fluge. Wir haben die Sieger, Medaillengewinner und Platzierten gefeiert. Doch auch abseits des Rampenlichts spielten sich in Berlin viele bemerkenswerte Szenen ab, die Geschichten von einem ganz besonderen deutschen Leichtathletik-Team erzählen.

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Aleksandar Askovic: zuerst 10,49 Sekunden, dann Nationaltrikot

Geschrieben von Roland Wegner am TPL_WARP_PUBLISH .

Die Normen für die dieses Jahr in Berlin stattfindende Europameisterschaft sind gerade das große Ziel aller Spitzenleichtathleten. Über 100 Meter der Männer gelang dies beim nationalen Sparkassenmeeting des LC Jena Lucas Jakubczyk (Berlin) in 10,25 Sekunden und dem deutschen Rekordler Julian Reus (Erfurt/10,28 Sekunden). Es ist schon beinahe nichts Besonderes mehr, dass in diesem illustren Feld auch Aleksandar Askovic von der LG Augsburg stand.

Im Vorlauf startete er auf der blauen Bahn mit 10,50 Sekunden, so schnell wie noch nie im Mai. Den Finallauf nutzte Askovic für eine weitere Steigerung. Mit 10,49 Sekunden belegte er im B-Finale den 2. Platz. Ein Highlight wartete auf den Augsburger wenig später über 4x100 Meter. Erstmals durfte er das Trikot der Deutschen Nationalmannschaft (U23) tragen. Auf der Startposition trug er seinen Teil dazu bei, dass die Staffel von Bundestrainer Jörg Möckel mit 39,33 Sekunden das Duell gegen die Erfurter Staffel um Julian Reus (39,70 Sekunden) gewann und zeigte damit seine Ambitionen, auch bald in die nationale Männerstaffel vorzustoßen. "Es geht auf jeden Fall in die richtige Richtung. Mein Start und die Beschleunigung sind schon ganz gut, hinten raus muss ich noch besser werden", analysierte Aleksandar Askovic seinen aktuellen Leistungsstand.

Der Schwäbische Rekordhalter  Askovic hat sich im Vorjahr auf 10,40 Sekunden gesteigert und insbesondere in der Hallensaison für weitere Überraschungen gesorgt, als er als Viertschnellster ins Finale der Deutschen Meisterschaft über 60 Meter zog.